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Chronik
Gründungfoto

Gründungsgeschichte des kath. Burschenvereins Babensham

Bereits vor der Gründung des Burschenvereins wurde im Jahre 1910 durch Hochw. H. Pfarrer Bodenthaler, ein Dienstbotenverein gegründet, der bis zum 1. Weltkrieg unter Pfarrer Bodenthaler als Präses in hoher Blüte stand. Der unselige 1. Weltkrieg riss viele Mitglieder aus dem Verein heraus und eine große Zahl fiel an der Front. Nach dem Kriege in der Inflationszeit konnten viele Mitglieder keinen Vereinsbeitrag mehr leisten und durch Umgruppierungen im Landesverband war unter den Mitgliedern und beim Präses keine rechte Stimmung mehr da, den Verein weiterzuführen. Es blieben nur noch etliche Leute in Form einer Theatergruppe unter Leitung von Bartholomäus Obermeier zusammen.

Als im Jahre 1924 Hochwürden H. Pfarrer Josef Bodenthaler sein 25- jähriges Priesterjubiläum feierte, trat der Vorstand der Theatergruppe Barth. Obermeier an den Jubilar mit der Bitte heran, die Gründung eines kath. Burschenvereines zu organisieren.

Er bat die Burschen zu einer Versammlung, die gut besucht war. Die meisten Besucher sprachen sich für die Gründung eines Vereins aus.

Im Mai 1925 wurde dann in Anwesenheit des Generalpräses Fässler ein kath. Burschenverein gegründet. 26 Buschen traten als Mitglieder dem Verein bei. Als Vorstand wählten diese Bartholomäus Obermeier aus Stürzlham, Kassier wurde Adolf Huber, Riepertsham und Johann Krug von Bärnham stellvertretender Vorsta

nd und Schriftführer. Alle Monate wurde eine Versammlung abgehalten und eine rege Aussprache gepflogen. Neue Mitglieder wurden geworben und Kritiker durch Wort und Tat von den Idealen des Burschenvereins überzeugt.

Am 11. Oktober 1925 wurde das Gründungsfest (erstes Stiftungsfest) gefeiert. Hochwürden Generalpräses Fässler hielt den Pfarrgottesdienst und alle Mitglieder gingen vollzählig zur Generalkommunion. Am Nachmittag des Gründungstages war Hauptversammlung, bei der der Generalpräses zu vielen Burschen und Männern sprach.

Seit dieser Zeit interessierte sich die Pfarrgemeinde insgesamt mehr für die Arbeit des Vereins, der in der Folge ziemlich Zuwachs an Mitgliedern bekam.

In den Monatsversammlungen sah Präses Pf. Bodenthaler ein Hauptmittel zur Erziehung der Burschen zu echten Christen und Staatsbürgern. Auch alljährliche Theateraufführungen gehörten zum Programm des Vereins und waren Höhepunkte des Vereinslebens. Die Einnahmen dienten der Aufbesserung der Vereinskasse.

1927 hatte der Verein bereits 41 ordentliche und 12 außerordentliche ( meist verheiratete ) Mitglieder, dazu 7 Ehrenmitglieder. Im gleichen Jahr beschloss man die Anschaffung einer Fahne ( die damals 650 DM kostete ) und am 15. Mai wurde in der Verbindung mit dem Gaufest die Fahnenweihe gefeiert. Festplatz war der Dorfplatz und die Festbühne wurde an der Giebelseite des Gasthauses Penzkofer ( Wirt ) errichtet.

1935 endet mit der Auflösung des Vereins durch die Nationalsozialisten auch der Chronikeintrag ( Erlas der NSDAP )

Am 8. Dezember 1946 wurde der kath. Burschenverein Babensham als einer der ersten im Bezirk Wasserburg nach 12- jähriger Unterbrechung unter Präses Pfarrer Arnulf Gaigl wieder gegründet.

1. Vorstand wurde Frank Martin, Moosen 2- 2. Vorstand wurde Egger Lorenz, Stürzlham- Schriftführer Hofbauer Anton, Altbabensham und Kassenwart, Oswald Martin Altbabensham. _ 29 Burschen traten sofort wieder dem kath. Burschenverein bei.

Das Vereinsleben im Burschenverein wurde dann fortgeführt bis in die 60iger Jahre. Man kann von dieser Zeit immer wieder von Diskussionsabenden, monatlichen Versammlungen, Einkehrtagen, Tanzveranstaltungen oder Wettbewerben die der Burschenverein durchführte aus der Chronik entnehmen. In den 60igern Jahren kam dann immer mehr der Brauchtum einer kath. Landjugend. So kam es, dass der kath. BV-Babensham als kath. Landjugend weitergeführt wurde. Die Fahne des Burschenvereins wurde noch lange Zeit bei kirchlichen Festen mitgetragen und erst seit ca. 1990 im Gasthaus Brunnlechner aufbewahrt.

Im Jahr 1999 beschloss der Mittwochsstammtisch vom Gasthaus Latein in Schambach den alten Buschenverein wieder aufleben zu lassen. Man erkundigte sich über noch vorhandene Aufschreibungen sowie den Aufbewahrungsort und Zustand der Fahne und hielt eine Absprache mit Herrn Pfarrer Weiß u. Bürgermeister Oberlinner.

Daraufhin wurde am 27.07.1999 eine Gründungsversammlung im Gasthaus Schambach einberufen. Zur Versammlung erschienen 12 von 15 Gründungsmitgliedern und es wurde eine Vorstandschaft gewählt. Außerdem wurde die Wiedereinführung der monatl. Versammlungen und die Durchführung eines Wiedergründungsfestes beschlossen. In der der ersten Monatsversammlung am 21.09.1999 wählten die Versammlung zusätzlich noch 4 Ausschussmitglieder.

Erich Herold/Josef Frank

Wiedergründung